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Über das Institut

Heutige Tätigkeiten 

Die Lehr- und Forschungstätigkeit erstreckt sich auf das gesamte Verwaltungs- und Staatsrecht sowie auf die Verwaltungslehre. Aktuelle Schwerpunkte liegen insbesondere im Sicherheitsrecht sowie im Landesverfassungsrecht. Sieben frühere Assistenten wurden mittlerweile habilitiert und auf universitäre Lehrstühle berufen, die Zahl der Doktoranden ist auf etwa 150 angewachsen. Der Bibliotheksbestand beläuft sich auf rund 40.000 Bücher und Zeitschriften, teils von historischer Qualität. Viele ausländische Gastwissenschaftler verbrachten am Institut längere oder kürzere Forschungsaufenthalte.

Die Kooperation mit verschiedenen öffentlichen Stellen und Wirtschaftssozietäten ist fester Bestandteil der Institutstätigkeit. Ein besonderes Anliegen ist die Verbesserung von Lehre und Studium, auch durch den Einsatz moderner Lernformate und -plattformen sowie durch eine enge Betreuung studentischer Angelegenheiten. Im Rahmen notwendiger Modernisierungsarbeiten wurde der Institutssitz 2020 temporär aus dem Universitätshauptgebäude nach Köln-Zollstock verlegt. Im Sommer 2024 wurde die Forschungsstelle Nachrichtendienste zur Bündelung seiner sicherheitsrechtlichen Aktivitäten am Institut gegründet. Seit Anfang 2026 ist die Forschungsstelle zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Einrichtung der Universität erstarkt.
 

Historische Entwicklung

Hans Peters, NS-Widerstandskämpfer und CDU-Mitgründer, schuf im Jahr 1950 die verwaltungswissenschaftliche Abteilung des Forschungsinstituts für Sozial- und Verwaltungswissenschaften. Im Laufe der Jahre ging aus der Einrichtung das sodann eigenständige und an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät angesiedelte Institut für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre hervor, welches von 1966 an durch den Staatsrechtslehrer Klaus Stern geleitet und stetig erweitert wurde.

Stern begründete in dieser Zeit sein staatsrechtliches Standardwerk und war Regierungsberater im Rahmen der Wiedervereinigung. Wie Peters fungierte er zudem als Rektor der Universität zu Köln. Auf seine Emeritierung im Jahr 1998 folgte Peter J. Tettinger, der ebenso wie Stern Richter am NRW-Verfassungsgerichtshof war. Nach seinem frühen Tod übernahm 2006 Thomas von Danwitz, heute Richter am Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in Luxemburg, die Institutsleitung. Seit dem Frühjahr 2020 liegt die Direktion schließlich bei Markus Ogorek, vormals Präsident der EBS Universität für Wirtschaft und Recht.
 

Historie der Direktoren

Univ.–Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Carl Maria Alfons Peters (†)

Institutsleitung 1950 – 1965
Widerstandskämpfer und CDU-Mitgründer

Univ.–Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Stern (†)

Institutsleitung 1966 – 1998
Politikberater und Begründer des staatsrechtlichen Standardwerks

 

Univ.–Prof. Dr. Peter J. Tettinger (†)

Institutsleitung 1999 – 2005
Landesverfassungsrichter und "Meister seines Fachs" 

Univ.–Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas von Danwitz

Institutsleitung 2006 – (z.Zt. beurlaubt)
Richter am EuGH und Chevalier de l'Ordre National Du Merite der Französischen Republik